Technische Fachtermini 

Dieses Glossar ist eine Handreichung zur Orientierung zu zentralen Fachtermini der Zukunftskonferenz NRW. Sie soll dazu beitragen, ein gemeinsames Verständnis der verwendeten Begriffe zu fördern und die inhaltliche Arbeit zu erleichtern. 

Das Glossar ist ausdrücklich nicht als verbindliche Sprachregelung intendiert, sondern als unterstützendes Angebot zur Einordnung und Klarstellung zentraler Begriffe. 

Am 25. September 2015 verabschiedeten die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf einem Gipfeltreffen in New York die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie bildet den globalen Rahmen für die Umwelt- und Entwicklungspolitik. 

Die Auftaktveranstaltung zur Zukunftskonferenz NRW fand am 12. und 13.11.2025 an der Universität Duisburg-Essen statt und war die erste Veranstaltung im Rahmen der Zukunftskonferenz NRW. Weitere Informationen hier: https://zukunftskonferenz.nrw/auftaktveranstaltung-zukunftskonferenz-nrw/ 

Treffen der beiden Beiräte von Humboldt und NAW.NRW in regelmäßigen Abständen. Sie kontrollieren und ergänzen die Zusammenarbeit zwischen den beiden Arbeitsstellen. In den Beiräten sitzen dafür gewählte Mitglieder der beiden Landesrektorenkonferenzen (LRK), die den Auftrag haben, für die jeweilige LRK die Arbeit der jeweiligen Arbeitsstelle zu steuern. Im Dialog stimmen sich Uni- und HAW-Seite laufend auch auf Leitungsebene ab. 

Digitaler, interaktiver Workshop, in dem sich die Themenboards gemeinsam zu aktuellen Themen austauschen – wie bereits die Open-Space-Veranstaltung bei der Auftaktveranstaltung der Zukunftskonferenz. Er findet halbjährlich statt und trägt den Schnittmengen zwischen den verschiedenen Themenbereichen Rechnung.  

Ziel der digitalen Veranstaltung ist es, den Austausch und Dialog zwischen den unterschiedlichen Themenboards zu fördern und Schnittmengen der einzelnen Themenbereiche zu identifizieren. Durch die Teilnahme von Beiräten entsteht zudem Transparenz gegenüber und Austausch mit den jeweiligen LRKen. 

Die Digitale Transformationswerkstatt NRW ist ein kollaborativer und digitaler Arbeitsplatz, in dem die Mitglieder der Themenboards weiter an der Ausarbeitung von Transformationspfaden arbeiten. 
Zur digitalen Transformationswerkstatt gehören neben der Webseite und den Digital Open Spaces auch eine Cloud sowie eine Management-Software. 

Das sogenannte Triple Helix-Modell sieht in der engen Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Wirtschaft und Politik die treibende Kraft für Innovationen und die erfolgreiche Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse. 

Der Fachdialog soll die Themenboards mit Projektträgern wie PTJ und DLR oder der NRW.BANK zusammenbringen. Ziel ist es, den Austausch zwischen der NRW-Wissenschaft, Wirtschaft und Förderinstitutionen zu stärken und gemeinsame Impulse für zukünftige Förderlinien zu entwickeln.  

Faszilitator*innen („Ermöglicher*innen“ oder „Unterstützer*innen“) helfen anderen Menschen, einer Gruppe oder einer Organisation, ihre Ziele zu erreichen, ohne selbst parteiisch zu sein. Sie kommen vor allem in Workshops und Meetings zum Einsatz. Dort unterstützen sie die Gruppe, zu einem gemeinsamen Ziel zu kommen, und orientieren sich dabei an einem gemeinsamen Leitfaden. Hierzu lenken sie in Absprache mit den anderen Mitgliedern des Themenboards die Dynamik der Gruppe mithilfe von Fragen und Aufgaben. 

Förderliche Voraussetzungen, Maßnahmen oder Bedingungen, die maßgeblich dazu beitragen, dass die nachhaltige Transformation einer Organisation oder Gesellschaft erfolgreich verläuft und Ziele erreicht werden. 

Strategische Mittel oder Maßnahmen, die eingesetzt werden, um tiefgreifende, strukturelle Veränderungen im Bereich Nachhaltigkeit zu beschleunigen, zu steuern und zu verstetigen. Die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 benennt sieben Hebel der nachhaltigen Transformation: 

  • Innovation und Forschung 
  • Digitalisierung und KI 
  • Finanzen 
  • Fachkräfte 
  • Fläche 
  • Kommunikation 
  • Governance 

Angewandte Forschung – Hochschulnetzwerk NRW (HN NRW) ist der Verbund der 20 staatlichen und staatlich refinanzierten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen. Gegründet wurde das HN NRW als Projekt im Jahr 2004 mit dem Zieldie Forschungsstärke seiner Mitgliedshochschulen sichtbar zu machen und dadurch Impulse zu setzen, politische Prozesse anzustoßen, Synergien zu schaffen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. 

Humboldtⁿ ist die Nachhaltigkeitsinitiative der 16 Universitäten des Landes NRW. Humboldtⁿ versteht sich als Multiplikator und Mittler zur Koordination gemeinsamer Forschungsinteressen der Universitäten, des Wuppertal Instituts und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie weiterer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Die Initiative bündelt Expertise und Kompetenzen der Grundlagenforschung und der umsetzungs- und anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung in einer gemeinsamen Plattform. 

Gemeinschaft vom Land NRW grundfinanzierter Forschungsinstitute. Aktuell zählt sie 14 Mitgliedsinstitute. Gegründet hat sich der gemeinnützige Verein 2014 als Dachorganisation für landesgeförderte, rechtlich selbstständige, außeruniversitäre und gemeinnützige Forschungsinstitute. 

Nachfolgeformat der Themenboards, die zu wissenschaftlichen Begleitung und Weiterentwicklung von Transformationspfaden in Nordrhein-Westfalen beitragen sollen. Hierzu bündeln sie wissenschaftliche Expertise, entwickeln diese weiter und bringen sie in den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Hochschulen ein. 

Die Mitglieder der Themenboards, die mithilfe ihrer Expertise unterschiedliche Perspektiven in die Arbeit im Themenboard einbringen. 

Der Beirat begleitet die nachhaltige Transformation in Nordrhein-Westfalen und berät die Landesregierung bei der Umsetzung, Evaluierung und Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie. Der Beirat besteht aus Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen, die repräsentativ für die UN-Nachhaltigkeitsziele und für wichtige Themenfelder der nachhaltigen Entwicklung stehen. Die erste Mandatsperiode des NRW-Nachhaltigkeitsbeirats ist im Oktober 2025 ausgelaufen. 

Der vorliegende Entwurf zur Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie NRW beschreibt Strategien und Initiativen der Landesregierung und nahm unter anderem Impulse aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf. Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 

Die Nachhaltigkeitsallianz NRW (NAW.NRW) ist ein Zusammenschluss von 20 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen und dem Promotionskolleg NRW (PK NRW) mit dem Ziel, nachhaltige Entwicklung in allen Hochschulbereichen zu fördern. Sie unterstützt Aktivitäten in Lehre, Forschung, Transfer, Verwaltung und gesellschaftlichem Engagement im Kontext nachhaltiger Entwicklung. Die Allianz arbeitet eng mit regionalen Partner*innen zusammen und trägt zur Nachhaltigkeitstransformation des Landes NRW bei. 

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Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen unterstützt die NRW.BANK das Land bei seinen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. Sie agiert dabei im öffentlichen Auftrag, wettbewerbsneutral und setzt das gesamte Spektrum kreditwirtschaftlicher Förderprodukte ein – vom klassischen Kredit bis zur maßgeschneiderten Beratung. Nachhaltigkeit ist dabei ein zentrales Leitmotiv. Die NRW.BANK fördert die notwendige Transformation Nordrhein-Westfalens hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft. 

Themen, die in allen Themenbereichen mitgedacht werden und so aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. 

Die Themenbereiche orientierten sich an der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 und bilden die thematische Klammer des gemeinsamen Prozesses. Sie bündeln zentrale Fragestellungen, Perspektiven und Handlungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.
Die Themenbereiche der Zukunftskonferenz sind:  

  • Klimawandel und Gesundheit 
  • Klimaanpassung und Resilienz 
  • Industrietransformation und Kreislaufwirtschaft 
  • Transport und Mobilitätswende 
  • Energie- und Wärmewende  
  • Gesellschaftliches Miteinander 
  • Bildung und Teilhabe 
  • BNE 
  • Entwicklung von Indikatoren von Forschung, Lehre und Transfer 

Es gibt neun Themenboards, die alle einen eigenen Themenbereich verantworten. Sie bestehen aus den Themenpat*innen und den weiteren Mitgliedern der Themenboards. 

Die Themenpat*innen zeichnen sich inhaltlich verantwortlich für die Arbeit in ihren Themenbereichen und koordinieren die Arbeit im Themenboard. 

Strategische, übergreifende Schwerpunktfelder, „die es erlauben, auch Schnittstellen, Synergien und mögliche Zielkonflikte in den Blick zu nehmen, wenn richtungsweisende politische Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen sind. 

Die Transformationsbereiche der Nachhaltigkeits-strategie.NRW 2026 beschreiben übergreifende Schwerpunktfelder für die nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Diese werden in ressortübergreifender Zusammenarbeit der Landesregierung und im Dialog mit der Gesellschaft sowie der Wirtschafts- und Fachwelt bearbeitet. 

(vgl. Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026, S. 30 f) 

17 konkrete Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG), die die UNO-Mitgliedsstaaten 

im Jahr 2015 im Rahmen der Agenda 2030 beschlossen haben, die am 01.01.2016 offiziell in Kraft trat. 

Veranstaltungen im Rahmen der Zukunftskonferenz NRW.

Kooperationsplattform zwischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Beschleunigung der nachhaltigen Transformation in Nordrhein-Westfalen. Die Plattform ermöglicht und fördert die Zusammenarbeit zwischen Humboldt N und NAW.NRW, indem sie verschiedene Veranstaltungen, die Arbeit an der Digitalen Transformationswerkstatt NRW und die Arbeit in den Themenboards über eine gemeinsame Geschäftsstelle der beiden LRKen organisiert. 

Veranstaltungen zwischen Vertreter*innen der Politik und Mitgliedern der Themenboards und der Beiräte von Humboldtn und NAW.NRW.

Zukunftswerkstätten sind interaktive Formate, die aus einer Reihe strukturierter Workshops bestehen. Sie dienen zur Entwicklung gemeinsamer Ziele und Fragestellungen unter Zukunftsaspekten. 

Zentrale Begriffe der Zukunftskonferenz NRW 

Im zweiten Teil dieses Glossars werden zentrale Begriffe im Kontext der Zukunftskonferenz näher definiert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmenden zu unterstützen, indem ein gemeinsamer Ausgangspunkt für das Verständnis wichtiger Fachtermini im Nachhaltigkeitskontext geschaffen wird. 

Die aufgeführten Definitionen verstehen sich ausdrücklich nicht als verbindliche Sprachregelung. Vielmehr sollen sie den Austausch fördern und dazu beitragen, dass innerhalb der Gruppen eigene, gemeinsam getragene Begriffsverständnisse entwickelt werden können. 

Eine Innovation ist eine Invention (also Erfindung), die den Weg in praktische Anwendungen und zu zahlenden Nachfragenden gefunden hat und insofern handlungswirksam wird. Es gibt globale und lokale Innovationen. Bei Letzteren handelt es sich um Neuerungen für einen bestimmten Akteurskreis, aber nicht um Neuerungen im Weltmaßstab.

Der Ansatz der integrierten Sicherheit vereint alle Themen und Instrumente, die für den Schutz, die Sicherheit und die Zukunftsfähigkeit eines Staates oder einer Gesellschaft von Bedeutung sind – von Versorgungs- und Energiesicherheit, über Anlagen- und Cybersicherheit bis hin zum Schutz vor Naturkatastrophen oder politischem Extremismus. 

Sicherheit ist somit Bestandteil und Ziel aller Politikbereiche: Jeder Bereich ist von einer verschlechterten Sicherheitslage betroffen, jeder kann zur Verbesserung der Sicherheit beitragen. (BMI 2025)

Grundlegender Wandel von Gesellschaft, Unternehmen und Organisationen, um die eigene Lebensgrundlage bzw. die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit für die Zukunft zu sichern.

Die Vereinten Nationen definieren Nachhaltigkeit als die Fähigkeit einer Gesellschaft oder eines Unternehmens, so zu wirtschaften, dass sie auch in Zukunft noch bestehen werden („the capacity to endure“). Nachhaltige Entwicklung beschreibe somit eine „Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation gerecht wird, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“ (World Commission on Environment and Development 1987: Our Common Future / Brundtland-Bericht) 

Die Landesregierung NRW definiert nachhaltiges Handeln entsprechend als den „Schutz der Interessen gegenwärtiger und künftiger Generationen innerhalb der planetaren Grenzen, um eine integrativ ausgerichtete ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung in Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen.”

Austausch sowie gemeinsame Entwicklung von Wissen, Ideen und Technologien zwischen Hochschulen und Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik.