Digitaler Open Space III – 26. Februar 2027 (09.00 – 12.00 Uhr)
Bedeutung des Themas gesellschaftliche Akzeptanz für die zukünftige Arbeit aller Themenboards
Wir laden Sie herzlich zum dritten Digitalen Open Space der Zukunftskonferenz.NRW ein. Dieser wird am Freitag, dem 26.02.2026 von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr stattfinden.
Die Veranstaltung knüpft an die beiden erfolgreichen Digitalen Open Spaces aus 2026 an und soll den Austausch zwischen den Themenboards weiter vertiefen und insbesondere das Thema der gesellschaftlichen Akzeptanz von Nachhaltigkeit beleuchten, das in allen Themenboards aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite zum dritten Digitalen Open Space.
Wir freuen uns sehr, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen!
Digitaler Open Space II – 23. September 2026
Bedeutung der Querschnittsthemen für die zukünftige Arbeit aller Themenboards

Beim zweiten Digital Open Space stand der vertiefte Austausch zwischen den acht Themenbereichen über die sechs Querschnittsthemen im Mittelpunkt. Knapp 70 Teilnehmende diskutierten in interaktiven Break-Out-Sessions, wie die Querschnittsthemen die Arbeit der Themenboards bereichsübergreifend bereichern und nachhaltige Transformation in NRW vorantreiben können.
Nach einer kurzen Begrüßung stellten die Themenpat*innen der acht Themenbereiche zunächst im Rahmen des 300 seconds Formats den aktuellen Stand ihres Themenboards zum Input für mögliche Transformationspfade vor. Diese Präsentationen dienten als Update für die anderen Teilnehmenden und als Grundlage, um anschließend in kleineren Gruppen in den gemeinsamen Austausch zu gehen. In drei Runden, in denen jeweils parallel vier Break-Out-Sessions zu unterschiedlichen Themen stattfanden, wurden die Berührungspunkte der Themenboards zu den Querschnittsthemen diskutiert. Die Sessions wurden von Nachwuchswissenschaftler*innen aus verschiedenen Wissenschaftsinstituten moderiert, die innerhalb ihrer Arbeit Bezug zu den jeweiligen Querschnittsthemen haben.
In allen zwölf Sessions wurde engagiert diskutiert und rege Hindernisse sowie Ideen und Lösungsansätze ausgetauscht. Zu den zentralen Erkenntnissen der einzelnen Sessions zählten unter anderem:
Nachhaltige Innovation und Gründung
- Hemmnisse für nachhaltige Innovationen aus Hochschulen: Fehlende Experimentierräume, geringe Transferbereitschaft, finanzielle Engpässe, mangelnde interdisziplinäre Ansätze und unklare Nachhaltigkeitsziele behindern nachhaltige Innovationen an Hochschulen.
- Berücksichtigung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in Technologieentwicklung: Nachhaltigkeitsziele müssen bei der Technologieentwicklung als zentrale Kriterien in Forschungsprojekten und Gründungen verankert werden.
- Zusammenarbeit verschiedener Akteure für nachhaltige Innovationen: Bildungseinrichtungen, regionale Netzwerke und internationale Vernetzung sind essenziell für nachhaltige Innovationen; persönliche Treffen stärken die Kooperation
Digitalisierung und KI
- KI sollte menschenzentriert eingesetzt werden: Im Fokus sollte nicht die Technologie stehen, sondern die Frage, wie KI konkrete Probleme von Menschen und Organisationen lösen kann.
- KI– und Medienkompetenz sowie kritisches Denken sind Schlüsselkompetenzen: Mitarbeitende brauchen Schulung, Übung und Reflexion, um KI sinnvoll zu nutzen und Ergebnisse kritisch zu prüfen.
- Klare Regeln und Governance sind notwendig: Es braucht KI-Policies, Compliance-Regeln, Datenschutzsicherheit und Oversight – auch um „Shady AI“ zu vermeiden.
- Praxistaugliche und sichere Tools entscheiden über Akzeptanz von KI: Organisationen benötigen innerhalb NRWs (insb. im Hochschul-Kontext) marktfähige, leicht nutzbare KI-Tools, sonst weichen Nutzer*innen auf private Alternativen wie ChatGPT oder Claude aus.
- KI bietet Effizienz- und Planungspotenziale, bringt aber Risiken mit sich: Chancen liegen in Prozessoptimierung, Datenanalyse und Entscheidungsunterstützung; Risiken in Abhängigkeiten, Ressourcenverbrauch und Verlust menschlicher Kompetenzen.
Integrierte Sicherheit und Resilienz
- Nachhaltigkeit als Risikomanagement denken: Energieunabhängigkeit, Kreislaufwirtschaft und robuste Infrastrukturen stärken Resilienz und strategische Souveränität.
- Systemisch statt isoliert handeln: Klima, Energie, Gesundheit, Rohstoffe, Digitalisierung und Katastrophenschutz müssen gemeinsam betrachtet werden.
- Menschen und lokale Strukturen einbinden: Beteiligung, Bildung, Übungen und Netzwerke erhöhen Akzeptanz und Krisenfähigkeit.
- Neue Risiken der Transformation mitdenken: Grüne Technologien, KI und Digitalisierung schaffen neue Abhängigkeiten, die aktiv gemanagt werden müssen.
- Besser kommunizieren und Vertrauen stärken: Transformation sollte über Risikomanagement, Sicherheit und konkrete Vorteile vermittelt werden – nicht nur über Verzicht.
Fachkräfte (Aus- und Weiterbildung)
- Fachkräftemangel wird zum zentralen Transformationsrisiko: Engpässe drohen besonders in Pflege/Gesundheit, Sozialer Arbeit, Handwerk, IT, Mobilität, Bildung sowie Ernährung/Gastronomie. Folge: Transformationsziele werden verzögert oder nicht erreicht.
- Nachhaltigkeit muss verbindlich in Bildung und Prüfungen verankert werden: Nachhaltigkeit sollte Querschnittsthema in Ausbildung, Studium und Weiterbildung sein – inklusive Prüfungen, Curricula und beruflicher Orientierung.
- Neue Kompetenzen werden wichtiger als reine Fachkenntnis: Benötigt werden Systemdenken, kritisches Denken, Problemlösung, Resilienz-/Risikomanagement, Circular-Economy-Kompetenzen, KI-Kompetenz, Kollaboration und Diversitätskompetenz.
- Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden unverzichtbar: Durch Dekarbonisierung, Digitalisierung, KI und neue Geschäftsmodelle verändern sich Berufsbilder schnell. Berufsbegleitende Angebote, Zertifikate und qualifiziertes Bildungspersonal sind zentral.
- NRW muss Fachkräftepotenziale besser nutzen: Dazu gehören Zuwanderung, bessere Bildungsketten, Übergänge Schule–Beruf, Einbindung älterer Fachkräfte, Wissensmanagement und die Anerkennung internationaler Kompetenzen.
Finanzierung nachhaltiger Transformation
- Größte Investitionsbedarfe liegen bei Infrastruktur und Klimaanpassung: Besonders relevant sind Energie- und Wärmewende, Netze, ÖPNV, Kreislaufwirtschaft, grüne/blau-grüne Infrastruktur, klimaresiliente Städte sowie KMU-Klimaanpassung.
- Kommunen sind zentrale Umsetzer, aber finanziell und personell überfordert: Förderanträge, Eigenanteile und komplexe Schnittstellen zwischen Land, Bund und Kommunen verhindern oft, dass Mittel abgerufen und Projekte umgesetzt werden.
- Förderung muss einfacher, kooperativer und wirkungsorientierter werden: Statt Konkurrenz um viele kleine Töpfe braucht es zentralere Förderstrukturen, weniger Bürokratie, Kooperationen, Best-Practice-Guides und Evaluation anhand klarer Nachhaltigkeitsindikatoren.
- Öffentliches und privates Kapital besser verbinden: Bürgschaften, Tilgungsfreistellungen, Kofinanzierung durch Banken, bankfähige Transitionspläne und verlässliche Regulierung können private Investitionen in nachhaltige Projekte mobilisieren.
- Finanzierung sollte stärker an langfristigem Nutzen ausgerichtet werden: Co-Benefits wie Hitzeschutz, Prävention, Ressourceneffizienz oder eingesparte Energie müssen besser messbar werden. Nicht-nachhaltige Finanzierungen sollten reduziert und nachhaltige priorisiert werden.
(Nachhaltigkeits- und Wissenschafts-) Kommunikation
- Wissenschaftskommunikation muss dialogischer werden: Weniger einseitige Wissensvermittlung, mehr Zuhören, Rückkanäle, Co-Creation, Reallabore und Austausch mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
- Kommunikation muss zielgruppenspezifisch und lebensnah sein: Unterschiedliche Akteure brauchen unterschiedliche Sprache, Kanäle und Formate – von Factsheets für Politik bis Social Media, Bewegtbild oder lokalen Begegnungsorten.
- Positive, konkrete Zukunftsbilder statt abstrakter Begriffe: Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ oder „Transformation“ reichen oft nicht aus. Wirksamer sind greifbare Narrative zu Zukunftsfähigkeit, Sicherheit, Lebensqualität und lokalem Nutzen.
- Wissen muss in Handeln übersetzt werden: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten mit klaren Handlungsempfehlungen, Best Practices, Wirkungslogiken und konkreten Beispielen verbunden werden.
- Emotionen, Vertrauen und Selbstwirksamkeit sind zentral: Kommunikation sollte Ängste ernst nehmen, Widerstand konstruktiv nutzen und zeigen: Wandel ist machbar, sinnvoll und kann gemeinsam gestaltet werden.
Der nächste Digital Open Space wird am 26. Februar 2027 stattfinden. Auch hier steht der Austausch und Dialog zwischen den unterschiedlichen Themenboards im Vordergrund. Inhaltlich sollen im nächsten Digital Open Space übergreifende Fragestellungen zur gesellschaftlichen Akzeptanz und Gestaltungsmöglichkeit nachhaltiger Transformation identifiziert werden. Sie können sich für diese Veranstaltung bereits anmelden. Wir freuen uns sehr, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen!
Digitaler Open Space I – 26. Februar 2026
Schnittstellen zwischen den Transformationsbereichen
Mit dem Digital Open Space wurde der Wunsch der an der Zukunftskonferenz beteiligten Akteur*innen aufgegriffen, Schnittstellen zwischen den Transformationsbereichen zu adressieren. Mehr als 50 Personen nahmen am ersten Digital Open Space teil, der am 26.02.2026 stattfand.
Die Themenpat*innen der neun Themenbereiche stellten im Rahmen eines 300 seconds Formats die zentralen Ergebnisse ihrer Boards vor, die im Rahmen der Auftaktveranstaltung im November 2025 erarbeitet wurden. Diese Präsentationen dienten als Grundlage, um anschließend mit den Teilnehmenden des Digital Open Space in kleineren Gruppen in den gemeinsamen Austausch zu gehen. Ziel war es, mögliche Schnittstellen und Anknüpfungspunkte zwischen den Transformationsbereichen zu identifizieren und sich themenübergreifend auszutauschen.
In allen neun Gruppen wurde sehr engagiert diskutiert und gearbeitet. Einige Themen wurden gleich in mehreren Gruppen als zentrale Aspekte angesprochen. Hierzu gehörten unter anderem:
- Funktionierende, lebendige Stakeholder-Netzwerke als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen nachhaltiger Transformation
- Bildungsräume als Schnittstelle und zentraler Erfolgsfaktor für nachhaltige Transformation
- Bedeutung von „Zukunftsfähigkeit“ komplementär zu Nachhaltigkeit als Zielsetzung in allen Transformationsbereichen stärker betonen
- Digitale Transformation und europäische Sicherheit (in seinen vielschichtigen Dimensionen) integrieren in alle Transformationspafade (Triple-Transformation)
- Gesellschaftliche Akzeptanz und Wechselwirkungen (inklusive potentielle Konflikte und Synergiepotentiale) zwischen den Zielen stärker berücksichtigen (z.B. zwischen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen)
Der nächste Digital Open Space wird im September 2026 stattfinden und verschiedene Schnittstellen zwischen den Themenboards und den sechs Querschnittsthemen in den Mittelpunkt stellen.









